Das Freiburger Amtsgericht verhandelt am kommenden Donnerstag gegen drei Angeklagte, zwei Männer und eine Frau, die die Arbeitsgemeinschaft Freiburg (Arge), das ehemalige Arbeitsamt, illegal um rund 140 000 Euro erleichtert haben sollen. Der 26-jährige Hauptangeklagte habe, so die Staatsanwaltschaft, von 2005 bis 2007 im Amt als zuständiger Sachbearbeiter unter anderem mehrere fiktive Leistungsfälle angelegt – darunter seine damalige Freundin und heutige Mitangeklagte – und Auszahlungen an diese veranlasst. Außerdem habe er Geld auf Kassenkarten der Arge gutgeschrieben, das dann vom zweiten Mitangeklagten abgehoben wurde. Das ergaunerte Geld sollen die Angeklagten geteilt haben. Die Betrügereien flogen Ende 2007 bei internen Kontrollen der Arge auf, der 26-Jährige wurde fristlos entlassen. Bei der Polizei zeigte er sich reumütig und hat seine Taten gestanden.
Quelle: Badische Zeitung, 23.1.2009