Mittwoch, 19. Mai 2010

Do 20. Mai 2010 19 Uhr - Treffen RUNDER TISCH FREIBURG-LAND

zu den Auswirkungen der Hartz-Gesetze in Freiburg
Mail: runder-tisch-freiburg-land@gmx.de

Liebe an der Arbeit des RUNDEN TISCHES Freiburg-Land Interessierte,

wir laden alle Interessierten ein zum nächsten Treffen am kommenden Donnerstag, 20. Mai 2010 19 Uhr im Treffpunkt Freiburg (Zentrum-Oberwiehre, Eingang an der Süd-Ost-Ecke des ZO). Wir treffen uns regelmäßig an jedem 3. Donnerstag im Monat.

Freitag, 14. Mai 2010

Bitte um Informationen zu benachteiligten Kindern aus einkommensschwachen Haushalten im Freiburger Bildungssystem

Sehr geehrter Herr Dr. Salomon,

ein wesentliches Merkmal der in den letzten Jahren stark gewachsenen Armut in Deutschland sind die massiv erschwerten Bildungschancen für Kinder und Jugendliche, die gezwungener Maßen in Armutsverhältnissen aufwachsen. Die Hartz-Gesetze mit ihren – leider von Vielen erst in den letzten Monaten wahrgenommenen – groben Mängeln, gerade den Bildungssektor betreffend, tragen viel dazu bei.

Deshalb hat der Runde Tisch von Anfang an schwerpunktmäßig die Probleme von Hartz-IV- Jugendlichen in und mit den Schulen in Freiburg in die öffentliche Diskussion eingebracht. Konkret geht es dabei um Schulübergangs und -abbrecherquoten, um Informationen über den Anteil von Kindern aus Armutsverhältnissen in den verschiedenen Schularten, und um verschiedenste „Hürden in der Bildungslaufbahn“ für diese Kinder und Jugendlichen.

Um diese Probleme umfassender angehen zu können, fehlen dem Runden Tisch umfassende Informationen zu dieser Thematik.

Seit Ende 2004 fordert unter Anderen der Runde Tisch einen Armuts- und Reichtumsbericht für Freiburg, der natürlich auch die Problematik der Bildungschancen von sozial Benachteiligten transparent machen könnte.

In direkten Gesprächen mit dem Leiter der ARGE Freiburg, Herrn Lang, erbaten wir entsprechende Auskünfte. Leider sah er sich dazu nicht in der Lage. Auch Frau Haardt, die Leiterin des Sozialamtes, betonte in einem Schreiben an die Fraktion der UL, derartige Informationen seien sehr nützlich aber nicht vorhanden.

Wir wenden uns nun an Sie, Herr Dr. Salomon, weil Sie offensichtlich Zugang zu diesen Informationen haben. Bei einer öffentlichen Veranstaltung, am 10. März antworteten Sie auf die Fragen:

- Wissen Sie, wie viele Hartz IV-Jugendliche in Freiburger Gymnasien noch in der Oberstufe sind?
- Wie die Bildungsübergänge von armen Kindern und Jugendlichen in Freiburg aussehen?
- Welche Auswirkungen das G8 konkret hat?
„die Zahlen, die hab´ ich auswendig nicht im Kopf. Ich weiß aber, die gibt’s schon. Ich hab´ neulich eine Pressekonferenz, eine Presseerklärung dazu gelesen.“

Wir bitten Sie, uns diese Informationen baldmöglichst zukommen zu lassen.

Sie haben in den letzten Wochen häufig (…) darauf hingewiesen, es gebe „zwei Gruppen von Kindern und Jugendlichen, die in unserem Bildungssystem benachteiligt würden: Das eine sind Kinder aus Migrantenfamilien und das andere sind Kinder aus (sozial) benachteiligten Familien“.
Sie haben auch erklärt, „das Thema Migration und das Thema Kinder aus einkommensschwachen Haushalten und aus schwierigen Familien, das sagt uns nicht nur die PISA Studie, das sagt uns der Freiburger Bildungsbericht, ist das Thema, wenn wir soziale Gerechtigkeit herstellen wollen…“

Das sehen auch wir so!

Wir entnehmen Ihren Aussagen, dass Sie es mit uns für dringend geboten halten, dass neben den Problemen von Kindern aus Migrantenfamilien gleichermaßen die Schwierigkeiten von Kindern aus sozial benachteiligten Familien gründlich erfasst und in einem Bericht veröffentlicht werden sollten.

Entsprechend dieser hohen Wertigkeit, gehen wir davon aus, dass der zweite Bildungsbericht der Stadt Freiburg, der im Herbst veröffentlicht werden soll, schwerpunktmäßig die Probleme der Kinder und Jugendlichen aus Hartz-IV-Familien und anderen einkommensschwachen Haushalten im Fokus hat.

Vielen Dank für Ihre baldige Antwort,

Freitag, 7. Mai 2010

Plenum des RUNDEN TISCHES am Dienstag, 11.05.2010

Liebe TeilnehmerInnen am RUNDEN TISCH,
und an der Arbeit des RUNDEN TISCHES Interessierte,

 zum Plenum des RUNDEN TISCHES am Dienstag, 11.05.2010, von 19.00 bis 21.00 Uhr

 laden wir Euch herzlich ein. Das Plenum wird wie immer in den Räumen des „Treffpunkts“ im ZO (Zentrum Oberwiehre) stattfinden.

Sonntag, 2. Mai 2010

Urteil: Kosten von Monatsfahrkarten für Schüler sind zu übernehmen Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 02.05.2010 um 03:24 Uhr (Autor: pr) VGW 1992

Aus einem Urteil des Sozialgerichts Detmold (SG) geht hervor, dass der zuständige Leistungsträger die Kosten für Monatsfahrkarten von Schülern aus Hartz IV Bedarfsgemeinschaften zu tragen hat (Az.: 12 AS 126/07).

Da es sich um “einen laufenden, nicht nur einmaligen Bedarf” handele, komme die neue Härtefallregelung zur Anwendung.

Im Rechtsstreit lehnte die Arge eine Kostenübernahme für zwei Schüler der gymnasialen Oberstufe ab. Hiergegen gingen deren Eltern mit Erfolg juristisch vor.

Nach Ansicht der Richter liege eine unabweisbarer, laufender Bedarf vor. Folglich müsse von einem Härtefall gesprochen werden, womit die Kosten zu übernehmen seien. Schließlich dürften einkommensschwache Eltern eben nicht davon abhalten werden, ihre Sprößlinge auf die gymnasiale Oberstufe zu schicken.

Quelle:
http://www.sozialleistungen.info/news/02.05.2010-urteil-kosten-von-monatsfahrkarten-fuer-schueler-sind-zu-uebernehmen/

Werden Langzeitarbeitslose zum Feindbild?