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Montag, 13. Juni 2016

Millionen außen vor



Bertelsmann-Stiftung beklagt Massenphänomen Langzeiterwerbslosigkeit in Deutschland und der gesamten EU. Helfen soll ein »sozialer Arbeitsmarkt« (…)
Selbst die scheinbar krisenfeste BRD kriegt ihr Fett weg: Weil hierzulande überdurchschnittlich viele ältere Menschen vorzeitig aufs Altenteil entsorgt werden und auch junge Leute häufig besonders lange »langzeitarbeitslos« sind, gebe es »keinen Grund zur Entwarnung«. Obwohl Deutschland von einem Beschäftigungsrekord zum nächsten eile, könnte eine größere Gruppe »nicht von der guten Konjunkturlage profitieren«, heißt es in der begleitenden Pressemitteilung. Von allen amtlich erfassten Erwachsenen ohne Erwerbsarbeit befinden sich demnach 43,1 Prozent dauerhaft auf der Verliererstraße, das sind knapp 800.000 Personen. 26 Prozent der deutschen Langzeitarbeitslosen sind älter als 55 Jahre (EU-Mittel 13 Prozent) und zwei Drittel davon bereits seit mehr als zwei Jahren. (…)

Anmerkung Christian Reimann: Hatte nicht die Bertelsmann Stiftung an der Erzeugung dieses nun beklagten Problems kräftig mitgewirkt? Bitte lesen Sie dazu erneut Die Rolle der Bertelsmann Stiftung beim Abbau des Sozialstaates und der Demokratie oder: Wenn ein Konzern Politik stiftet – zum gemeinen Nutzen?. Interessant sind auch:
  1. Schlimme Vorwürfe gegen Bertelsmann-Stiftung
  2. BertelsmannKritik

Dienstag, 12. April 2016

Bayern will Asylbewerber mit Ein-Euro-Jobs Arbeitswerte vermitteln

Bayerns Sozialministerin Müller sieht in Ein-Euro-Jobs eine Möglichkeit, Asylbewerbern die Gepflogenheiten der deutschen Arbeitswelt zu vermitteln.
So lernten sie früh wichtige Werte wie Pünktlichkeit, Verantwortlichkeit und Gewissenhaftigkeit kennen, auf die es in der Arbeitswelt dieses Landes ankomme, sagte die CSU-Politikerin in München. Die Flüchtlinge könnten den Hof in der Erstaufnahmeeinrichtung fegen, Schnee räumen oder dem Hausmeister helfen. Die bayerische Sozialministerin fügte hinzu, sollten die Flüchtlinge die Jobs ablehnen, würden ihnen die Leistungen gekürzt. Sanktionen für Unwillige seien wichtig, um die Balance der gesamtgesellschaftlichen Akzeptanz zu erhalten.
Quelle: Deutschlandfunk

gefunden bei den http://www.nachdenkseiten.de/?p=32929#h10

und  http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/koalitionsgipfel-mit-ein-euro-jobs-sollen-fluechtlinge-schneller-zu-arbeit-kommen-14178387.html

gefunden bei den http://www.nachdenkseiten.de/?p=32963#h01


Am deutschen Wesen mag die Welt genesen

Am deutschen Wesen mag die Welt genesen ist ein politisches Schlagwort, welches auf Emanuel Geibels Gedicht Deutschlands Beruf von 1861 zurückgeht. Geibel setzt sich darin für die Einheit Deutschlands ein und ruft die Einzelstaaten zur Einigung unter einem deutschen Kaiser, dem seit 1861 als König von Preußen regierenden Wilhelm I., auf. Das deutsche Wesen, an dem die Welt genesen mag, ist als das geeinte deutsche Staatswesen zu verstehen, von dem eine Friedenswirkung auf das europäische Staatengefüge ausgehen werde.[1]

Ganzer Artikel bei https://de.wikipedia.org/wiki/Am_deutschen_Wesen_mag_die_Welt_genesen

Hervorhebung von JR 
 

Fragen an den Autor mit Kurt Bohr zu seinem Buch „Hartz IV“

Kurt Bohr, „Hartz IV ist kein Schicksal. Wege aus dem sozialen Abseits“. Brauchen wir einen dritten (sozialen) Arbeitsmarkt? Wie können Langzeitarbeitslose integriert werden? Hilft ein Mindestlohn?
Quelle: SR 2

gefunden bei den http://www.nachdenkseiten.de/?p=32929#h09

Man muss bei diesem Beitrag die Herkunft des Autors berücksichtigen https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Bohr. "Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass eine bestimmte Partei zugibt, mit der Agenda-Politik etwas falsch gemacht zu haben." JR

Dienstag, 8. September 2015

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) haben eine intensivere Zusammenarbeit bei der Personalrekrutierung und der Stellenbesetzung in den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege vereinbart.

Schon heute arbeiten die BA und die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege bei der beruflichen Rehabilitation, der Fortbildung und Betreuung von Arbeitslosen und bei Arbeitsgelegenheiten zusammen.

„Die Bundesagentur für Arbeit und die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege sehen sich gemeinsam in der Verantwortung, Langzeitarbeitslosen einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu eröffnen, sie langfristig zu integrieren und ihnen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Nur gemeinsam und vernetzt wird es den Akteuren am Arbeitsmarkt gelingen, die Herausforderungen von Langzeitarbeitslosigkeit zu meistern. Wir wollen das Beschäftigungspotenzial der Freien Wohlfahrtsverbände noch intensiver für unsere Kundinnen und Kunden nutzen. Gerade Menschen mit Vermittlungshemmnissen, wie Langzeitarbeitslosigkeit oder gesundheitlichen Einschränkungen, haben dabei die Möglichkeit eine Beschäftigung aufzunehmen. Mit der gemeinsamen Erklärung nehmen die Freien Wohlfahrtsverbände hier eine Vorbildfunktion wahr“, so Eva Strobel, Geschäftsführerin Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit.

Dr. Gerhard Timm, Geschäftsführer der BAGFW: „Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege sehen es gleichermaßen als Ausdruck einer vorausschauenden Personalpolitik und sozialen Verantwortung an, diesen Menschen eine Beschäftigungsmöglichkeit anzubieten. Vorurteile gegenüber Langzeitarbeitslosen müssen abgebaut werden. Es gilt vorhandene Potenziale und die hohe Motivation von beispielsweise noch geringqualifizierten, älteren oder schwerbehinderten Menschen optimal zu nutzen, um so auch den Fachkräftebedarf in Deutschland zu decken. Intensive Beratung und passgenaue Qualifizierung durch die Bundesagentur für Arbeit sind unerlässlich, damit Fähigkeiten weiterentwickelt werden und eine echte Chance auf Teilhabe besteht.“

Kontakt zur Pressestelle der BAGFW: 
Katrin Goßens, Tel: 030 24089-121, presse@bag-wohlfahrt.de

Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit finden Sie im Internet unter www.ba-audio.de.Folgen Sie der Bundesagentur für Arbeit auf Twitter: www.twitter.com/bundesagentur

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Eine Gesamtübersicht der bisher erschienenen Presseinformationen
der Bundesagentur für Arbeit finden Sie im Internet unter

http://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/Presse/Presseinformationen/index.htm


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Dieser Pressedienst wird herausgegeben von:

Bundesagentur für Arbeit
Pressestelle
Regensburger Strasse 104
D-90478 Nürnberg
E-Mail: zentrale.presse@arbeitsagentur.de
Tel.: 0911/179-2218
Fax: 0911/179-1487
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Sie können den Newsletter über folgenden Link abbestellen:
http://iab.de/asp/bamail/ba-presse-dienst.htm

Freitag, 6. Februar 2015

Grüne für Reform der Arbeitsförderung

Berlin: (hib/CHE) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen verlangt, die Förderpolitik für Arbeitslose neu auszurichten. Dazu hat sie einen Antrag (18/3918) gestellt, in dem sie die Bundesregierung auffordert, die Arbeitsförderung „finanziell und personell sachgerecht“ auszustatten. So müsse unter anderem der Aufbau eines verlässlichen Sozialen Arbeitsmarktes auf Basis des Passiv-Aktiv-Transfers „unverzüglich“ eingeleitet werden. Denn dadurch werde die Teilhabe und Integration für jene Arbeitslose gewährleistet, die auch bei einer hohen Arbeitskräftenachfrage keine Chance auf eine ungeförderte Beschäftigung hätten, schreiben die Grünen.

Freie Förderung siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_F%C3%B6rderung
 
Zum Passiv-Aktiv-Tausch http://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/arbeit-soziales/musterland-fuer-gute-arbeit/landesprogramm-gute-und-sichere-arbeit/

Der Antrag http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/039/1803918.pdf

Quelle und ganzer Artikel http://www.sozialticker.com/gruene-fuer-reform-der-arbeitsfoerderung_20150206.html

Sonntag, 24. August 2014

Fordern, Strafen, Fordern – Hartz IV – Arbeitslosenverwaltung auf Abwegen

“Arbeitslose sollten mithilfe der Hartz-IV-Gesetze schneller in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden. Eine Hoffnung, die sich in vielen Fällen nicht erfüllt hat…” Ein Feature…
Quelle 1: Das Forum, NDR Manuskript [PDF]
Quelle 2: Als Audio
Quelle 3: Als Video

von den http://www.nachdenkseiten.de/?p=22918

und http://biaj.de/images/stories/2014-08-19_hartz-sanktionen-2009-bis-04-2014-bund-laender.pdf

von http://www.nachdenkseiten.de/?p=22879 

Donnerstag, 14. November 2013

Ein sozialer Arbeitsmarkt als neuer Sektor für Lohndumping?

Zur Zeit wird wieder verstärkt über einen sozialen Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose diskutiert. Der Hochschullehrer Stefan Sell hat in diesem Zusammenhang ein Konzept vorgelegt, das auf große Resonanz beim Paritätischen Wohlfahrtsverband, aber auch Teilen von SPD und Grünen stößt. Doch dieses Modell ist aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive äußerst kritisch zu sehen.

Sonntag, 10. November 2013

435.000 Menschen in Deutschland nahezu chancenlos am Arbeitsmarkt

Gibt es noch eine Zielgruppe für öffentlich geförderte Beschäftigung? Wenn ja, wer sind diese am Arbeitsmarkt nahezu chancenlosen Menschen und wie viele sind es in Deutschland? Wissenschaftler des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik (IBUS) der Hochschule Koblenz haben den potenziellen Personenkreis definiert und berechnet. Ergebnis: Mehr als 435.000 Menschen in Deutschland sind so „arbeitsmarktfern“, dass ihre Chancen auf einen regulären Arbeitsplatz gegen Null gehen. Gleichzeitig zeigen diese Menschen eine hohe Arbeitsmotivation und fühlen sich zunehmend gesellschaftlich ausgegrenzt. Zusammen mit ihnen leben mehr als 300.000 Kindern, die von der Situation ihrer Eltern betroffen sind.
Quelle: idw

von den http://www.nachdenkseiten.de/?p=19204

Verdi und Industrie empört: SPD plant Staatsprivileg für Zeitarbeit

Die SPD-geführten Länder wollen die öffentlichen Arbeitgeber durch eine Sondervorschrift von zu bürokratischen Regeln für Zeitarbeit befreien. Verdi und die Industrie reagieren empört. Der ganze Vorgang sei „sehr merkwürdig“…

Mittwoch, 30. Oktober 2013

„Sozialer Arbeitsmarkt“ – Ein noch gigantischerer und zudem entwürdigender Niedriglohnsektor

Verantwortlich: Unter der Überschrift „Sozialer Arbeitsmarkt“ hat sich eine ungewöhnliche Allianz von Sozialverbänden, über die SPD, die Grünen bis hin zur FDP zusammengefunden. Auch in der CDU gibt es Sympathien für ein neues Beschäftigungsmodell für Langzeitarbeitslose. Freiwillig, existenzsichernd bezahlt und möglichst langfristig soll nach diesem Modell Langzeitarbeitslosen am Arbeitsmarkt und zwar am ersten Arbeitsmarkt eine „sinnvolle, normale, nicht stigmatisierende Beschäftigung“ verschafft werden. Das geltende Hartz IV-Systems soll dazu an zwei Stellen verändert werden,

Mittwoch, 14. August 2013

"Freveltat gegen das Allerheiligste"

 Hermann Ploppa 14.08.2013 http://www.heise.de/tp/autor/hermannploppa/default.html

Das Ehrenamt: Der schöne menschliche Zug, anderen zu helfen, und wie er ausgenutzt wird für die Umgestaltung unserer Gesellschaft. Ein Gespräch mit Claudia Pinl

Über 20 Millionen Bürger engagieren sich in Deutschland in ihrer freien Zeit in Ehrenämtern, unbezahlt. Damit entlasten sie die Haushalte der Kommunen angesichts knapper Kassen. Die Journalistin Claudia Pinl hat sich in ihrem Buch Freiwillig zu Diensten? http://www.nomen-verlag.de/main.php?page=katalog mit der Ausbeutung von Ehrenamt und Gratisarbeit auseinandergesetzt. Telepolis sprach mit ihr über bürgerschaftliches Engagement und die Kehrseite des Einsatzes von Freiwilligen.

Das ganze Interview finden Sie unter der Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/39/39648/1.html

Samstag, 10. August 2013

Arbeitslosigkeit: Die Schwächsten zuletzt bitte

Noch vor ein paar Monaten wurde das "Jobwunder Deutschland" gefeiert, die Hartz IV-Reformen ebenso. Sicher, es habe tiefe Einschnitte gegeben, aber letztendlich hätten alle davon profitiert und Deutschland sei deshalb nie in eine solche Krise gerutscht wie andere Länder im Bereich Arbeitslosigkeit, hieß es. Doch der Lack bröckelt und es wird immer öfter thematisiert, dass das Jobwunder teuer erkauft worden ist,

Montag, 24. Juni 2013

Mit Schippe und Spaten?

Sachsen-Anhalt: 3000 ältere Hartz-IV-Betroffene sollen als »Ein-Euro-Jobber« Flutschäden beseitigen.
Quelle: junge Welt http://www.jungewelt.de/2013/06-18/041.php
von http://www.nachdenkseiten.de/?p=17693

Freiwilligenarbeit: Sittenwidrige Niedriglöhne

Freiwillige, ehrenamtliche Tätigkeit darf Erwerbsarbeitsplätzen keine Konkurrenz machen. Im Gesetz über den Bundesfreiwilligendienst heißt es ausdrücklich, dieser sei “arbeitsmarktneutral auszugestalten”. Auch über andere Dienste wie das Freiwillige Soziale Jahr kann man lesen:

Montag, 3. Juni 2013

Lukrative Ausnahme für Spitzel

V-Mann-Prämien werden nicht auf Hartz IV angerechnet

Die deutschen Ämter für Verfassungsschutz zahlen teilweise beträchtliche Summen an ihre V-Leute aus extremistischen Gruppen. So nahm etwa der im Umfeld des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) heimische V-Mann Thomas R. alias "Corelli" von 1994 bis 2012 insgesamt 180.000 Euro an Spitzelboni ein, ohne dass seine Informationen dazu geführt hätten, dass die Öffentlichkeit von der Existenz der Zelle erfuhr. Und Timo Brandt, der Mitgründer des Thüringer Heimatschutzes, bezog als V-Mann einen durchschnittlichen Monatslohn in Höhe von etwa 3.300 DM.

Montag, 27. Mai 2013

Helga Spindler: Das System Hartz – und wie weiter?

Die „Sozialreformen” liefen für die betroffenen Bürger auf zwei Ebenen ab: Einmal um die Senkung des Existenzminimums für Arbeitslose, Behinderte und Alte in den beiden Sozialgesetzbüchern und um die von außen gut getarnte, aber stetig vorangetriebene Senkung der Regelsätze seit 2003 und später um die geplante Senkung der Unterkunftskosten. Das Ganze sollte bewirken, dass auch immer niedrigere Löhne, Renten usw. akzeptiert werden. Und zweitens ging es um die Entrechtung von Erwerbslosen auf verschiedenen Ebenen zum Zwecke der “Aktivierung”. Ein interessanter Vortrag von Prof. em. Dr. Helga Spindler, vor allem auch für Verteidiger dieses Systems. Aufgenommen im Rosa-Luxemburg-Gesprächskreis Köln.
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Quelle: https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=wTXnAkBvO4E

von den http://www.nachdenkseiten.de/?p=17370#h07

Samstag, 4. Mai 2013

Zwangsarbeit getarnt als Beschäftigungsgarantie?

(Wien 2013) In der Pressekonferenz „Der Weg zur Älterengarantie“ präsentierten heute im Sozialministerium Sozialminister Rudolph Hundstorfer und AMS Vorstand Johannes Kopf ihre Pläne für ältere Arbeitslose und präsentiert dabei altbekannte, einen Mix aus grundsätzlich sinnvollen Maßnahmen (Weiterbildung), eher harmlose Placebo-Maßnahmen (Arbeitsplatz-Coaching) und wirklich gefährlichen Maßnahmen die in Orwellschen New Speak getarnt werden.

Mittwoch, 24. April 2013

"Der Staat subventioniert die Niedriglohnstrategie"

Gut 1,3 Millionen Beschäftigte stocken ihren Lohn mit Hartz-IV-Leistungen auf. Ein Interview mit dem Sozialwissenschaftler Gerhard Bäcker

Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger sinkt, doch der prozentuale Anteil der sogenannten Aufstocker steigt weiter an. Während 2007 noch 23,1 Prozent der 5,2 Millionen Hartz-IV-Empfänger ihr Erwerbseinkommen aufstockten, lag ihr Anteil im Oktober des vergangenen Jahres bei 30,4 Prozent - von nun 4,3 Millionen Hartz-IV-Empfängern. Zu diesem Befund kam eine Analyse http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Sozialstaat/Datensammlung/PDF-Dateien/abbIV81b.pdf der offiziellen Arbeitsmarktstatistik, die vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen veröffentlicht wurde. Telepolis sprach mit Gerhard Bäcker über die Ergebnisse. Der emeritierte Professor der Universität Duisburg-Essen ist Senior Fellow des IAQ.

Samstag, 20. April 2013

Kontroverse um öffentlich geförderte Beschäftigung

Berlin: (hib/HAU) Das von den Oppositionsfraktionen verfolgte Ansinnen, durch eine dauerhafte öffentliche Förderung von Beschäftigung zu einem „sozialen Arbeitsmarkt“ zu gelangen, stößt bei Experten auf ein geteiltes Echo. Das wurde bei eine öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales am Montag deutlich. Arbeitgebervertreter äußerten Kritik an entsprechenden Anträgen von SPD- (17/11199) und Linksfraktion (17/12377) sowie am Gesetzentwurf der Grünen (17/11076), Wohlfahrtsverbände unterstützten die Initiativen hingegen. Aus Sicht der Gewerkschaft ist öffentlich geförderte Beschäftigung zumindest „mittelfristig“ unverzichtbar.