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Dienstag, 2. Mai 2017

Was die Hartz-Reformen gebracht haben

Zwei Sozialarbeiter und ein Fahrer bilden das Team des mobilen Beratungszentrums des Berliner Arbeitslosenzentrums, der ältesten Initiative ihrer Art in Deutschland. „Irren ist amtlich – Beratung kann helfen“, steht auf einem ihrer Flyer. Wahle, ein Politologe, unterstützt seit mehr als zwei Jahrzehnten Menschen dabei, ihre Rechte im Jobcenter durchzusetzen. Anfangs beriet er Bauarbeiter, heute Arbeitslose quer durch alle Schichten. Mit dem Bus klappert sein Team alle Arbeitsagenturen in Berlin ab, für jeweils zwei Tage. Wahle hat Betroffene vor und nach den sogenannten Hartz-Reformen erlebt und erhebliche Verhaltensänderungen festgestellt.
„Das hat zwei Jahre gedauert, dann sind die Leute klein gekocht gewesen. Und das passiert bis heute. Der Umgang in den Jobcentern ist teilweise rüde, es wird ständig versucht, den Leuten vorzumachen, dass sie selber schuld an ihrer Arbeitslosigkeit sind.“

Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/agenda-2010-was-die-hartz-reformen-gebracht-haben.724.de.html?dram:article_id=385052

Gefunden bei den http://www.nachdenkseiten.de/?p=38095#h12

Arbeitslosigkeit – Vier von zehn Leiharbeitern rutschen direkt in Hartz IV

Fast 130.000 Leiharbeitsbeschäftigte, die im vergangenen Jahr arbeitslos wurden, erhielten keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung. Stattdessen rutschten sie direkt in den Hartz-IV-Bezug. Ursache sind die gesetzlichen Hürden für den Bezug von Arbeitslosengeld I (ALG I): Für die 24 Monate vor Eintreten der Erwerbslosigkeit müssen die Betroffenen sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse mit einer Gesamtdauer von mindestens einem Jahr nachweisen, um die gegenüber Hartz IV vergleichsweise hohe Arbeitslosenversicherungsleistung in Höhe von 60 Prozent (für Kinderlose) oder 67 Prozent (mit unterhaltspflichtigen Kindern) des vorangegangenen Nettoeinkommens zu erhalten. (…)


Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/arbeitslosigkeit-vier-von-zehn-leiharbeitern-rutschen-direkt-in-hartz-iv-26779250

Gefunden bei den http://www.nachdenkseiten.de/?p=38095#h09

Dienstag, 25. April 2017

Aus prekären Entlohnungen werden prekärere Gutscheine



Neuster Clou aus dem Hause „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ – der schon beim anfänglichen Lesen zum Atemstocker mutiert.
Projektstart: Gutscheine für haushaltsnahe Dienstleistungen – Schwarzarbeit verhindern, sozialversicherungspflichtige Jobs schaffen

Fachkräftebedarf in der Region sichern und Schwarzarbeit verhindern – darum geht es in einem neuen Modellprojekt rund um haushaltsnahe Dienstleistungen. Initiatoren sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg (WM), die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit (RD) und die Stiftung Diakonie Württemberg.

Quelle: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/projektstart--gutscheine-fuer-haushaltsnahe-dienstleistungen/115888

Montag, 17. April 2017

Bayer will 7000 Kilometer laufen, um einen Job zu finden




Mehr als hundert Bewerbungen hat er erfolglos verschickt, jetzt will er Arbeitgeber von sich überzeugen, indem er vom Nordkap bis nach Sizilien wandert: Thomas Rohrmann über die schwierige Jobsuche mit über 50. […]
Rohrmann, der zuletzt im Außendienst in der Lebensmittelbranche gearbeitet hatte, dachte sich schon, dass es schwer werden würde mit der Jobsuche. Aber so schwer? Damit hatte er dann doch nicht gerechnet. Denn neun Monate und mehr als hundert Bewerbungen später hat er noch immer keinen neuen Job. […]


Donnerstag, 30. März 2017

Weises Idee: Öffentlich geförderte Arbeitsplätze für unqualifizierte Langzeitarbeitslose


25. März 2017 Thomas Pany
Der scheidende Chef der Bundesagentur für Arbeit hält nichts von bezahlten "akademischen Schulungsprogrammen" für Langzeitarbeitslose und viel von subventionierter Arbeit
Kurz vor seinem Ruhestand serviert der Chef der Bundesagentur für Arbeit noch einen Vorschlag für das trotz aller schönen Rekorde am Arbeitsmarkt bleibende ungelöste Problem der Langzeitarbeitslosen (die rund eine Million "Abgeschriebenen", Deutschlandfunk, 2016). In seinem "Abschiedsinterview" mit der SZ äußert Frank-Jürgen Weise Zweifel an den bisherigen Lösungen.

Von der Kostenseite gesehen, werde das nach Einschätzung Weises "nicht viel teurer". Statt Hartz-IV und Wohnkosten zu zahlen, würde die Arbeit bezahlt, so Weises Idee, die er als "großen Wurf" bezeichnet. 

Gefunden bei https://www.heise.de/tp/features/Weises-Idee-Oeffentlich-gefoerderte-Arbeitsplaetze-fuer-unqualifizierte-Langzeitarbeitslose-3664586.html

Hervorhebung von JR. Anstatt über anständig bezahlte Arbeitsplätze die Binnennachfrage zu stärken, wird mal wieder nach Billigstlöhnern gesucht. JR

Dienstag, 28. März 2017

Sprachkurse nach § 421 SGB III – verpuffte Mittel



Zwischen Oktober und Dezember 2015 konnten die Agenturen für Arbeit Maßnahmen zur Erlangung erster Kenntnisse der deutschen Sprache fördern, wenn dies zur Eingliederung notwendig war. Der Bundesrechnungshof hat geprüft, wie die Bundesagentur für Arbeit die Einstiegskurse geregelt und umgesetzt hat. „Das Engagement der Bundesagentur für Arbeit, einen Beitrag für die Integration von Flüchtlingen in einer schwierigen Situation zu leisten, erkennen wir an“, sagte der Präsident des Bundesrechnungshof, Kay Scheller, anlässlich der Veröffentlichung der Prüfungsmitteilung.

Quelle: https://www.bundesrechnungshof.de/de/veroeffentlichungen/pruefungsmitteilungen/2017/2017-pm-sprachkurse-nach-421-sgb-iii-einstiegskurse

Sonntag, 19. März 2017

„Eine Schande für reiches Deutschland“: Agenda 2010 befördert Armut und Nationalismus



Die Löhne in Deutschland müssten deutlicher als bisher steigen, meint der Ökonom Heiner Flassbeck. Nur so könne die Ungleichheit hierzulande abgebaut werden. In einem Sputnik-Interview warnte er zugleich vor den Folgen der Agenda-Politik für Europa.

Quelle: Sputnik News