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Sonntag, 9. Juli 2017

Hartz IV – Klassenkampf von oben



Darum ginge es wohl in Wahrheit bei Hartz IV für Österreich: Die Löhne im unteren Bereich weiter abzusenken und die soziale Absicherung bei Arbeitslosigkeit zu beschädigen, ohne dass Langzeitarbeitslose bessere Arbeitsmarktchancen hätten.
„Die Presse“ hat kürzlich einen ganzen Schwerpunkt dem Thema Notstandshilfe, Hartz IV und der Frage, kann Sozialabbau nach dem Modell Hartz IV Arbeitslosigkeit senken, gewidmet. Tenor: Die Notstandshilfezahlen würden in Österreich steigen, in Deutschland dagegen habe Hartz IV Arbeitslosigkeit und Ungleichheit – laut dem deutschen ifo-Institut – gesenkt. So die Behauptung. Und zwischen den Zeilen: Die Notstandshilfe verfestige Arbeitslosigkeit eher als das Hartz-IV-Modell. (…)


Quelle: http://blog.arbeit-wirtschaft.at/hartz-iv-klassenkampf-von-oben/

Gefunden bei den http://www.nachdenkseiten.de/?p=39065#h05

Knechte fürs Kapital



Fast jeder sechste Einwohner Bremens lebt von Grundsicherung. Der Anteil Betroffener an der Bevölkerung ist damit nur knapp geringer als in der deutschen Hartz-IV-Hauptstadt Berlin. Tausende von ihnen haben seit vielen Jahren keinen Job. Das Jobcenter und die Arbeitsagentur des Stadtstaats wollen dem Abhilfe schaffen und zugleich die Wirtschaft beglücken. Sie planen, Langzeitarbeitslose als Hilfsarbeiter in Kommunen und privaten Unternehmen zu verpflichten. Entlohnen sollen die Profiteure ihre künftigen Knechte nicht. Hintergrund ist der anvisierte Ausbau des Bundesprogramms »Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt«. Das Konzept hatten der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, und Arbeitsministerin Andrea Nahles (beide SPD) im März vorgestellt. Das Programm ist eine Neuauflage der sogenannten Bürgerarbeit.

Quelle: https://www.jungewelt.de/artikel/313438.knechte-f%C3%BCrs-kapital.html

Gefunden bei den http://www.nachdenkseiten.de/?p=39055#h07

Freitag, 30. Juni 2017

Eine Generation verschwindet



Wenn qualifizierte Arbeitskräfte und junge Wissenschaftler gehen: Eine ganze Generation verlässt den Balkan Richtung Deutschland – und findet auch dort kaum echte Chancen.
Alle Länder in Südosteuropa, ob EU-Mitglied oder nicht, kämpfen gegen einen gewaltigen „Braindrain“ an, gegen die Abwanderung hochqualifizierter Arbeitskräfte und Wissenschaftler. Aus Serbien, so der Belgrader Bevölkerungsforscher Vladimir Greic, sind in den letzten zwei Jahrzehnten 300 000 frisch ausgebildete junge Leute, darunter 40 000 Hochschulabsolventen, ins Ausland abgewandert – unter Mitnahme einer Qualifikation, die das verarmte Land rund zwölf Milliarden Euro gekostet hat. In Kroatien hat der Bildungsminister vorgeschlagen, von auswandernden Medizinern einen Teil der Studienkosten zurückzuverlangen.

Das Jobwunder – ein entzauberter Popanz



Immer mehr Erwerbstätige, immer weniger Arbeitslose, so lauten die Eckdaten einer Arbeitsmarktentwicklung, die gerne als Jobwunder bezeichnet wird. Wer sich nicht von den nackten Zahlen blenden lässt und stattdessen die qualitativen Aspekte in den Blick nimmt, kommt schnell zu glanzlosen, ja ernüchternden Ergebnissen.
Erlebt Deutschland gerade ein Jobwunder? Die Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder wartet mit zunächst beeindruckenden Zahlen auf: Seit 2006 ist die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland durchgängig gestiegen. Nachdem 2007 erstmals die 40 Millionen-Grenze überschritten worden ist, wurde 2016 mit rund 43,6 Mio. Erwerbstätigen der höchste Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Damit waren etwa 4,8 Millionen mehr Personen erwerbstätig als im Jahr 1991.




Donnerstag, 22. Juni 2017

Paritätisches Jahresgutachten zur sozialen Lage



Paritätisches Jahresgutachten zur sozialen Lage in Deutschland: Aufstiegsversprechen der sozialen Marktwirtschaft werden immer weniger eingelöst
Das zentrale Versprechen der sozialen Marktwirtschaft, wer sich anstrengt und sich bildet, kann auch sozial aufsteigen, wird trotz der anhaltend guten Wirtschaftsentwicklung in Deutschland immer weniger eingelöst, so der Befund des aktuellen Jahresgutachtens des Paritätischen Gesamtverbandes zur sozialen Lage in Deutschland. Der Bundesregierung sei es nicht gelungen, Armut und Ungleichheit spürbar zu reduzieren und mehr soziale Aufwärtsmobilität zu ermöglichen, so das Ergebnis zahlreicher Studien, die der Paritätische für das Jahresgutachten ausgewertet hat. Der Paritätische fordert eine „Agenda des Sozialen“ und in der Konsequenz einen rigorosen Kurswechsel in der Steuer- und Finanzpolitik.

Gefunden beim

http://www.sozialticker.com/paritaetisches-jahresgutachten-sozialen-lage/
http://www.sozialticker.com/klaffen-luecken/
http://www.sozialticker.com/wichtig-erbschaften/



und von https://www.heise.de/tp/features/Linke-Hartz-IV-abschaffen-Mindestsicherung-von-1-050-Euro-einfuehren-3740221.html

Freitag, 26. Mai 2017

Armut ist eine "Geisteshaltung"

Trumps Bauminister, nur ein Multimillionär, verrät den "mindset" des Reichenkabinetts in Washington
Das Kabinett des mutmaßlichen Milliardärs Donald Trump ist eines der reichsten, das jemals in der amerikanischen Geschichte über die Geschicke des Landes geherrscht hat (Trumps politische Freakshow). Milliardäre sind nicht unbedingt Menschenfreunde, auch wenn sie geerbt haben, konnten sie ihr Vermögen in der Regel nur halten oder mehren, indem sie ihre Interessen durchsetzen. Und sie werden wenig tun, für eine gerechtere, weniger ungleiche und nachhaltigere Gesellschaft und Welt zu sorgen.

Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Armut-ist-eine-Geisteshaltung-3725509.html

Dienstag, 23. Mai 2017

Wie viele Kinder leben von Hartz IV – 1,6 oder doch 2 Millionen?

1,6 Millionen Kinder unter 15 Jahren in Deutschland erhalten laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit Hartz-IV-Leistungen. Das eigentliche Ausmaß Hartz-IV-abhängiger Kinder ist aber noch größer: Weitere knapp 250.000 Kinder zwischen 15 und 18 Jahren sowie rund 115.000 Kinder ohne eigenen Leistungsanspruch leben in Hartz-IV-Haushalten.
Obwohl in der Presse derzeit von rund 1,6 Millionen Kindern im Hartz-IV-Bezug gesprochen wird, ist diese Zahl gleich doppelt irreführend. Denn sie bezieht sich erstens nur auf unter 15-jährige Kinder, die zweitens einen eigenen Hartz-IV-Anspruch besitzen. Somit erfasst sie längst nicht alle Kinder, die von Hartz-IV-Leistungen abhängig sind.

Quelle: http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/wie-viele-kinder-leben-von-hartz-iv-16-oder-doch-2-millionen

Auch dazu: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-05/hartz-iv-kinderarmut-deutschland-bundesagentur-fuer-arbeit

Gefunden bei den http://www.nachdenkseiten.de/?p=38409#h02