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Donnerstag, 25. August 2016

Exzellente Entqualifizierung: Das neue akademische Prekariat

von Britta Ohm

Der Herr im Jobcenter – mein „Arbeitsvermittler“ – schüttelt mir freundlich-abwartend die Hand. Möglicherweise ist er etwas nervös angesichts meines Doktortitels, den er auch sofort pflichtschuldig ausspricht (woran mir überhaupt nichts liegt). Er weiß, dass er mir außer Zwangsmaßnahmen, Callcenter und Saisonarbeit (Erdbeeren pflücken) nichts zu bieten hat. Wir beide wissen – und wissen, dass der andere es weiß –, dass er von seinen Vorgesetzten darauf angesetzt wurde, die in der „Tagesschau“ verkündete Arbeitsmarktstatistik zu exekutieren, die sich selbst und der Welt vorgaukelt, dass Deutschland Vorreiter in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sei.

Ganzer Artikel von https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2016/august/exzellente-entqualifizierung-das-neue-akademische-prekariat

Gefunden bei den http://www.nachdenkseiten.de/?p=34741#h15

Donnerstag, 19. Mai 2016

Endstation Ein-Euro-Job



Wenn es nach Plänen des Arbeitsministeriums geht, sollen Langzeitarbeitslose noch länger als heute als Ein-Euro-Jobber arbeiten. Für die Betroffenen oft ein Nachteil. Und wieder soll an den Hartz-IV-Gesetzen herumgedoktert werden: Künftig sollen Langzeitarbeitslose länger Ein-Euro-Jobs verrichten. Das sieht ein Vorschlag des Bundesarbeitsministeriums für die Änderung des Gesetzes zu Rechtsvereinfachungen bei Hartz IV vor, das derzeit im Bundestag verhandelt wird.

Anmerkung unseres Lesers K.G.: Wiederholt sehr schön beschrieben, wie menschenverachtend seit mehr als 11 Jahren mit Erwerbslosen umgegangen wird. Zu gemeinnützigen Tätigkeiten wurden übrigens vor 2005 nur Straftäter im offenen Strafvollzug verurteilt. Heute ist der Erwerbslose und 1 Euro-Jobber der Straftäter. Für ihn wurde auch schon mal neben anderen Sauereien die elektronische Fußfessel vorgeschlagen.

Donnerstag, 5. Mai 2016

1 Euro-Job statt Weiterbildung?

Wie soll es weitergehen mit der Arbeitslosenversicherung? Es müsste viel mehr für die Weiterbildung von Arbeitslosen getan werden, sagte Arbeitsmarktexperte Prof. Dr. Gerhard Bosch von der Universität Duisburg-Essen anlässlich einer Bundestagsanhörung in Berlin. Denn obwohl es einen großen Bedarf gibt, wurde die Weiterbildung in den letzten Jahren drastisch zurückgefahren.

Quelle: http://www.iaq.uni-due.de/aktuell/presse/2016/160411.php

Gefunden beim http://www.sozialticker.com/1-euro-job-statt-weiterbildung/#more-2691

Dienstag, 12. April 2016

Bayern will Asylbewerber mit Ein-Euro-Jobs Arbeitswerte vermitteln

Bayerns Sozialministerin Müller sieht in Ein-Euro-Jobs eine Möglichkeit, Asylbewerbern die Gepflogenheiten der deutschen Arbeitswelt zu vermitteln.
So lernten sie früh wichtige Werte wie Pünktlichkeit, Verantwortlichkeit und Gewissenhaftigkeit kennen, auf die es in der Arbeitswelt dieses Landes ankomme, sagte die CSU-Politikerin in München. Die Flüchtlinge könnten den Hof in der Erstaufnahmeeinrichtung fegen, Schnee räumen oder dem Hausmeister helfen. Die bayerische Sozialministerin fügte hinzu, sollten die Flüchtlinge die Jobs ablehnen, würden ihnen die Leistungen gekürzt. Sanktionen für Unwillige seien wichtig, um die Balance der gesamtgesellschaftlichen Akzeptanz zu erhalten.
Quelle: Deutschlandfunk

gefunden bei den http://www.nachdenkseiten.de/?p=32929#h10

und  http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/koalitionsgipfel-mit-ein-euro-jobs-sollen-fluechtlinge-schneller-zu-arbeit-kommen-14178387.html

gefunden bei den http://www.nachdenkseiten.de/?p=32963#h01


Am deutschen Wesen mag die Welt genesen

Am deutschen Wesen mag die Welt genesen ist ein politisches Schlagwort, welches auf Emanuel Geibels Gedicht Deutschlands Beruf von 1861 zurückgeht. Geibel setzt sich darin für die Einheit Deutschlands ein und ruft die Einzelstaaten zur Einigung unter einem deutschen Kaiser, dem seit 1861 als König von Preußen regierenden Wilhelm I., auf. Das deutsche Wesen, an dem die Welt genesen mag, ist als das geeinte deutsche Staatswesen zu verstehen, von dem eine Friedenswirkung auf das europäische Staatengefüge ausgehen werde.[1]

Ganzer Artikel bei https://de.wikipedia.org/wiki/Am_deutschen_Wesen_mag_die_Welt_genesen

Hervorhebung von JR 
 

Freitag, 26. September 2014

Null-Euro-Jobs? Aber das sind doch keine Jobs ...

Das "Team.Arbeit.Hamburg" hat wieder neue Ideen zur Qualifizierung und Aktivierung von Langzeitarbeitslosen. Und beschränkt sich bei Nachfragen auf Nullaussagen.

Donnerstag, 3. Juli 2014

Arbeiten für 0 Euro geplant

Die Hamburger Beschäftigungsträger haben vor einer neuen Kürzung auf dem Arbeitsmarkt gewarnt. Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) plane für nächstes Jahr 500 Null-Euro-Jobs. Die teilnehmenden Arbeitslosen bekämen dann nicht mal mehr den obligatorischen Euro die Stunde, nach dem die 1-Euro-Jobs getauft worden sind. Real sind dies inzwischen 1,70 Euro. Hartz-IV-Empfänger können also bei einer 30-Stunden-Woche etwa 204 Euro im Monat dazuverdienen.
Quelle: taz

und http://www.jungewelt.de/2014/07-02/055.php
und http://www.wiwiss.fu-berlin.de/fachbereich/vwl/steiner/index.html

von den http://www.nachdenkseiten.de/?p=22229#h01

und http://www.heise.de/tp/artikel/42/42185/1.html 

Montag, 27. Mai 2013

Helga Spindler: Das System Hartz – und wie weiter?

Die „Sozialreformen” liefen für die betroffenen Bürger auf zwei Ebenen ab: Einmal um die Senkung des Existenzminimums für Arbeitslose, Behinderte und Alte in den beiden Sozialgesetzbüchern und um die von außen gut getarnte, aber stetig vorangetriebene Senkung der Regelsätze seit 2003 und später um die geplante Senkung der Unterkunftskosten. Das Ganze sollte bewirken, dass auch immer niedrigere Löhne, Renten usw. akzeptiert werden. Und zweitens ging es um die Entrechtung von Erwerbslosen auf verschiedenen Ebenen zum Zwecke der “Aktivierung”. Ein interessanter Vortrag von Prof. em. Dr. Helga Spindler, vor allem auch für Verteidiger dieses Systems. Aufgenommen im Rosa-Luxemburg-Gesprächskreis Köln.
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Quelle: https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=wTXnAkBvO4E

von den http://www.nachdenkseiten.de/?p=17370#h07

“Ein-Euro-Job“ – und dann? – Forschungsergebnisse der Hochschule Koblenz vorgestellt

Die Forscher gingen der Frage nach, welche Auswirkungen „Ein-Euro-Jobs“ auf die teilnehmenden Menschen haben und was es für sie bedeutet, wenn ihre Förderung ausläuft und sie wieder in die Arbeitslosigkeit entlassen werden. Das Besondere der Studie: Die Betroffenen kamen zu Wort. Denn „was als soziale Teilhabe oder Ausgrenzung wahrgenommen wird, können nur die Teilnehmenden selbst beantworten“, erläuterte Sell.

Mittwoch, 17. April 2013

Kontroverse um öffentlich geförderte Beschäftigung

Das von den Oppositionsfraktionen verfolgte Ansinnen, durch eine dauerhafte öffentliche Förderung von Beschäftigung zu einem „sozialen Arbeitsmarkt“ zu gelangen, stößt bei Experten auf ein geteiltes Echo. Das wurde bei eine öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales am Montag deutlich. Arbeitgebervertreter äußerten Kritik an entsprechenden Anträgen von SPD- (17/11199) und Linksfraktion (17/12377) sowie am Gesetzentwurf der Grünen (17/11076), Wohlfahrtsverbände unterstützten die Initiativen hingegen. Aus Sicht der Gewerkschaft ist öffentlich geförderte Beschäftigung zumindest „mittelfristig“ unverzichtbar.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Total sanktioniert – Leben, 100 Prozent unter dem Existenzminimum

Mehr als 10.000 Menschen kürzten die Jobcenter 2011 das Arbeitslosengeld II länger als drei Monate um 100 Prozent. Einer, der monatelang ohne Hartz IV leben muss ist Bernd Hennemann. REPORT MAINZ-Reporter Thomas Reutter hat Bernd Hennemann in seinem Alltag mit der Kamera begleitet.
Erst als REPORT MAINZ bei dem Jobcenter nachfragt, kommt Bewegung in die Sache:
Am Wochenende nach den Dreharbeiten erhielt Bernd Hennemann am 3. Dezember wieder zwei Lebensmittelgutscheine vom Jobcenter Dortmund – einen Monat, nachdem er zuletzt einen Gutschein bekommen hatte.
Die Pressestelle des Jobcenters schreibt uns noch am selben Tag: “Herr Hennemann hat glaubhaft versichert, dass er mit uns zusammenarbeiten will. Deshalb wird die Sanktion auf 60 Prozent zurückgestuft.”
Quelle: SWR Report Mainz http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=10688132/1aa67yv/index.html

von den http://www.nachdenkseiten.de/?p=15418

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Rotgrüner Spagat in München

Rudolf Stumberger 07.12.2011
Studie zu Ein-Euro-Jobs sieht vor allem "negative Beschäftigungseffekte"
Eine Studie über Ein-Euro-Jobs[1] sorgt in der bayerischen Landeshauptstadt für Wirbel: Die Beschäftigungsmaßnahmen dauern zu lange und sie verhindern eher die Integration in den Arbeitsmarkt, als diese zu fördern. Diese negativen Beschäftigungseffekte seien zudem bei von der Stadt bezuschussten Zusatzjobs noch deutlicher ausgeprägt, so die Ergebnisse einer Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Dem gegenüber kontern das Münchner Wirtschafts- und das Sozialreferat, in der Studie würden die falschen Fragen gestellt und die Lebenswirklichkeit der Langzeitarbeitslosen bliebe unberücksichtigt. Sie sei die "Begleitmusik für die Kürzungsmaßnahmen aus Berlin", so die Kritik des grünen Fraktionsvorsitzenden Siegfried Benker im Münchner Stadtrat.
"Evaluation von Arbeitsgelegenheiten in der Mehraufwandsvariante im Jobcenter-München", lautet im besten bürokratendeutsch der Titel der Studie des IAB, dem Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit. Ihre Ergebnisse sind eine schallende Ohrfeige für die rotgrüne Beschäftigungspolitik in München:

Dienstag, 30. August 2011

Wertersatz bei rechtswidrigem Ein-Euro-Job

Die Klägerin begehrt die Zahlung von Arbeitsentgelt für Tätigkeiten, die sie in der Zeit vom 7. März 2005 bis 6. September 2005 im Rahmen einer von dem beigeladenen Jobcenter veranlassten Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung bei einem Träger der freien Wohlfahrtspflege verrichtet hat. Die im Jahre 1964 geborene Klägerin erhielt laufend Alg II. Mit Schreiben vom 2. Februar 2005 schlug ihr der Beigeladene eine “Beschäftigungsgelegenheit für Alg II-Bezieher” unter Benennung unterschiedlicher Tätigkeiten bei der Beklagten mit einer Arbeitszeit von 15-20 Stunden und einer Angabe zu “Lohn/Gehalt: 1 Euro” vor.

Die Klägerin übte daraufhin eine Tätigkeit als Reini­gungskraft in einem Altenheim mit einem Umfang von 20 Stunden pro Woche aus, die auf sechs Monate befristet war und für die eine Mehraufwandsentschädigung je geleisteter Beschäftigungs­stunde in Höhe von 2 Euro gewährt wurde. Eine Klage der Klägerin gegen die Beklagte vor den Arbeitsgerichten auf Feststellung des Bestehens eines Arbeitsverhältnisses hatte keinen Erfolg. Die weitere, auf Zahlung von Arbeitslohn gerichtete Klage verwies das Arbeitsgericht an das Sozialgericht. Die Klage hatte in den Vorinstanzen keinen Erfolg.

Samstag, 25. Juli 2009

Union will nach der Bundestagswahl Zwangsarbeitsdienst gesetzlich einführen

Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt es kategorisch ab, die Hartz-IV-Regelsätze zu erhöhen. Wir müssen aufpassen, dass derjenige, der den ganzen Tag arbeitet, zum Schluss mehr Geld hat als wenn er nicht arbeitet, sagte Merkel in einem von Jugendlichen geführten Interview in der gestrigen Ausgabe der "Welt am Sonntag" zum Thema Gerechtigkeit kinderleicht.

Freitag, 27. März 2009

Aktuelle Informationen zu AGHs (1-Euro-Jobs) und Praktika

RUNDER TISCH
zu den Auswirkungen der Hartz-Gesetze in Freiburg

Freiburg, 27.03.09
Betr.: Aktuelle Informationen zu AGHs („1-Euro-Jobs“) und Praktika

An die Verantwortlichen der ArGe Freiburg,
an Herrn Knuth Weidenkopf
nachrichtlich an Herrn Bürgermeister von Kirchbach
und die Fraktionen im Freiburger GR.

Sehr geehrter Herr Weidenkopf,
sehr geehrte Damen und Herren,


im Rahmen unser Informations- und Unterstützungstätigkeit bitten wir um Auskunft zu folgenden Fragen:

Informationen zu AGHs:

Wie viele Menschen arbeiten aktuell in Freiburg in AGHs?
Wir bitten um eine ausführliche Liste mit Aufgliederung nach Einsatzstellen.

Montag, 1. Januar 2007