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Sonntag, 4. November 2018

Armut in Deutschland: Vom Verlust der inneren Würde


Rund 15,5 Millionen Menschen in Deutschland sind von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das ist fast jeder fünfte. Viele kämpfen nicht nur gegen den Geldmangel – sondern auch darum, ihr Gesicht zu wahren.
„Ja, Tomaten, Paprika, keine Grüne – und wenn es geht Suppengrün.“ Jeden Donnerstag kommt Brigitte Köhler zu einer der 45 Lebensmittelausgabestellen der Berliner Tafel. Für den eher symbolischen Betrag von 1,50 Euro bekommt sie hier Lebensmittel. „Na die ersten eins, zwei Male, da habe ich geweint. Ja, ja. Man muss erst mal diesen inneren Schweinehund überwinden, erst mal diesen ersten Schritt machen, wo viele sich sagen: ich gehe nicht betteln.“
Die 62-Jährige hat fast ihr ganzes Leben lang gearbeitet, dann wurde sie krank, nun lebt sie von Hartz IV. Das reicht vorne und hinten nicht.

Quelle 1: Deutschlandfunk


Sonntag, 2. September 2018

Die Plöner Tafel hatte Besuch aus China


Bedürftigen Menschen helfen und zugleich weniger Lebensmittel wegwerfen. Dass es mit den Tafeln dafür deutschlandweit eine Initiative gibt, fasziniert Chen Xueying schon ein wenig. Die 24-Jährige aus Guangzhou war mit einer Gruppe von vier Chinesen und zwölf Deutschen zu Besuch bei der Plöner Tafel.
Gemeinsam sind sie unterwegs, um zu erfahren, wie Menschen in aller Welt nachhaltiger zusammenleben können. Dazu bereisen sie beide Länder, verbrachten erst neun Tage in China, jetzt neun weitere in Deutschland – davon ein Wochenende in der Jugendherberge Plön. Im Rahmen einer internationalen Jugendbegegnung unter dem Titel „United for Sustainability“ (zu Deutsch: Vereint für Nachhaltigkeit) lernen 18 bis 25-Jährige vor Ort innovative Projekte kennen, die sich auf diesem Gebiet einsetzen.
 

Sonntag, 29. Juli 2018

Besuch bei der Münchner Tafel: Arm in einer reichen Stadt


München ist ein teures Pflaster – zu teuer für Menschen, die von einer kleinen Rente leben oder auf Hartz IV angewiesen sind. Und die hohen Lebenshaltungskosten in der bayerischen Metropole machen viele nicht nur arm, sondern auch einsam.
Montagnachmittag in München/Giesing. Im Hof hinter der Philippus Kirche sind Stände aufgebaut: “Also hier gibt es Kartoffeln, Zwiebeln, gelbe Rüben, Kräuter …”
Was aussieht wie ein kleiner Wochenmarkt, ist eine Ausgabestelle der Münchner Tafel. 27 gibt es verteilt über die Stadt. Wer hierher kommt, muss nichts bezahlen. Gregor Tschung ist Pressesprecher der Tafel und ehrenamtlicher Leiter der Ausgabestelle in Giesing. Lebensmittel mitnehmen darf nur, wer nach Abzug von Miete und Nebenkosten weniger als 469 Euro im Monat zur Verfügung hat. Es gibt Wartelisten, nicht alle Bedürftigen können von der Tafel versorgt werden.


Sonntag, 4. März 2018

Rund 10% der Bevölkerung sind auf Grundsicherung angewiesen



In der Diskussion um die Situation der Essener Tafel (Aufnahmestopp für Nicht-Deutsche Hilfebedürftige) dürfen die Rahmenbedingungen des Konflikts nicht außer Acht gelassen werden: Die Gesellschaft ist durch eine anhaltende soziale Spaltung charakterisiert. Trotz guter Konjunktur, steigender Beschäftigungs- und rückläufiger Arbeitslosenzahlen sowie Überschüsse in den öffentlichen Haushalten verfügen nahezu 10 % der Bevölkerung über ein nur so niedriges Einkommen, dass sie Leistungen der Grundsicherung in Anspruch nehmen müssen.
Die staatlichen Leistungen der Grundsicherung (Regelbedarfe) sind dabei so niedrig angesetzt, dass immer mehr Menschen auf die zivilgesellschaftlichen Hilfen der Tafeln zurückgreifen müssen, deren Volumina aber begrenzt sind. Damit sind Verteilungskonflikte innerhalb der Gruppe der Hilfebedürftigen strukturell vorgezeichnet: Wer hat – so stellt sich inmitten einer Wohlstandsgesellschaft mittlerweile die Frage – Anspruch auf abgelaufene Lebensmittel?
 


und zur Diskussion über die Essener Tafel ein paar links:


 








und https://deutsch.rt.com/meinung/65789-sahra-wagenknecht-bezeichnet-kritik-an-essener-tafel-als-heuchelei-und-hat-recht/


und https://www.heise.de/tp/features/Die-Verkitschung-des-Sozialen-3974109.html