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Montag, 25. April 2016

Lebensmittel für Bedürftige – Der große Hunger auf die Tafeln

Gut 1,5 Millionen Menschen holen sich Brot, Obst und Gemüse bei den Lebensmittel-Tafeln. Es werden immer mehr. Dabei ist die Armut hierzulande gar nicht gewachsen. […]
Überzählige Lebensmittel an Bedürftige verteilen anstatt das Essen auf den Müll zu werfen – die aus Amerika importierte Idee ist so bestechend, dass sie seit der Gründung der ersten deutschen Tafel 1993 auch hierzulande ein Erfolgsmodell geworden ist.
Jeder Konzernchef würde sich die Hände reiben, wenn er mit Wachstumszahlen prahlen könnte wie der Bundesverband Deutsche Tafeln: Mehr als 900 Tafeln mit gut 2000 Ausgabestellen gibt es in Deutschland, ihre Zahl hat sich innerhalb von nur zehn Jahren verdreifacht. 2005 kamen 500.000 Menschen mehr oder weniger regelmäßig, um sich Lebensmittel abzuholen, oft gegen einen kleinen Obolus, weswegen sie von den Helfern als „Kunden“ bezeichnet werden. Heute sind es gut 1,5 Millionen.

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/lebensmittel-fuer-beduerftige-deutschlands-grosse-tafelrunde-14182789.html

Gefunden bei den http://www.nachdenkseiten.de/?p=33098#h11

Mittwoch, 30. September 2015

Mitleidsökonomie: Was steckt hinter der Tafelbewegung?

Es gibt Lebensmittel im Überfluss in Deutschland und Menschen, die kein Geld haben, sie zu bezahlen. Die Tafeln wollen für einen Ausgleich sorgen. Derzeit gibt es mehr als 900 von ihnen und sie versorgen bundesweit über 1,5 Millionen Arbeitslose, Geringverdiener, Alleinerziehende und Rentner mit Nahrungsmitteln. Aus einer kleinen Initiative, die Obdachlosen helfen wollte, ist eine der größten sozialen Bewegungen der heutigen Zeit geworden. Inzwischen hat sie auch die Lebensmittelindustrie als neues Geschäftsfeld entdeckt. Für die Konzerne ist es oft günstiger, nicht oder schwer verkäufliche Waren abzugeben, als sie zu entsorgen. Kritiker monieren, dass sozial Schwache so zu „Müllverwertern“ degradiert würden. Entsteht so ein zweiter Warenweg, eine „Mitleidsökonomie“, die dafür sorgt, dass sich die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht ändern müssen?
Quelle und Video 35.55 min: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/feature/swr2-feature-mitleidsoekonomie/-/id=659934/did=15312778/nid=659934/1tsg52h/

Gefunden bei den http://www.nachdenkseiten.de/?p=27723#h08

Montag, 24. November 2014

Essener Tafel sperrt unzuverlässige Nutzer für ein Jahr


„1800 Einzelpersonen oder Familien erhalten bei der Essener Tafel Woche für Woche Lebensmittel. Wer dreimal bei der Lebensmittel-Ausgabe der Tafel fehlt, verliert seine Karte für ein Jahr. Angesichts des großen Andrangs müsse man streng sein, sagt der Tafel-Verein.
[…]

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Darf es ein bisschen mehr sein?

25.12.2013

Armut als Ware in der Goodwill-Industrie

Von ihrem Gründungsmythos, der Tafelidee (die so viele Menschen "charmant" oder "überzeugend" finden), entfernt sich die Tafelbewegung immer häufiger. Vor 20 Jahren bestand diese Idee darin, überflüssige aber noch verzehrfähige Lebensmittel an bedürftige Menschen zu verteilen. Inzwischen ist Armenspeisung zu einem marktförmigen Unternehmen geworden.

Dienstag, 13. August 2013

Die Reputation der Tafeln wird von Unternehmen zur Imagepflege und zur Gewinnsteigerung missbraucht

Verantwortlich: Wolfgang Lieb http://www.nachdenkseiten.de/?author=3 Dank der Sozialgesetzgebung in Deutschland, vor allem seit Gründung der Bundesrepublik schien das Problem der Armut in Deutschland lange Zeit weitgehend überwunden zu sein. Aber aufgrund der „Reformen“ seit den 80er Jahren und verschärft seit der Jahrtausendwende führen Niedriglöhne, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit und Rentenkürzungen millionenfach in Armut.

Montag, 27. Mai 2013

Helga Spindler: Das System Hartz – und wie weiter?

Die „Sozialreformen” liefen für die betroffenen Bürger auf zwei Ebenen ab: Einmal um die Senkung des Existenzminimums für Arbeitslose, Behinderte und Alte in den beiden Sozialgesetzbüchern und um die von außen gut getarnte, aber stetig vorangetriebene Senkung der Regelsätze seit 2003 und später um die geplante Senkung der Unterkunftskosten. Das Ganze sollte bewirken, dass auch immer niedrigere Löhne, Renten usw. akzeptiert werden. Und zweitens ging es um die Entrechtung von Erwerbslosen auf verschiedenen Ebenen zum Zwecke der “Aktivierung”. Ein interessanter Vortrag von Prof. em. Dr. Helga Spindler, vor allem auch für Verteidiger dieses Systems. Aufgenommen im Rosa-Luxemburg-Gesprächskreis Köln.
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Quelle: https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=wTXnAkBvO4E

von den http://www.nachdenkseiten.de/?p=17370#h07

Dienstag, 16. April 2013

Tafel-Mythos

  1. 20 Jahre Tafel-Mythos
    Vor 20 Jahren eröffnete in Berlin die erste Tafel nach dem Vorbild der US-amerikanischen Foodbanks. Seither hat sich die Tafel-Bewegung, die Lebensmittelüberschüsse an Bedürftige verteilt, zu einem parallelen Versorgungssystem für Menschen entwickelt, die durch prekäre Arbeitsverhältnisse, Jobverlust, niedrige Grundsicherung oder Hartz IV in Armut geraten sind.

Montag, 4. März 2013

Der Kampf gegen die Armut fängt unten an

Workshop beschäftigt sich mit kommunalen Strategien. 



Sie wollen in Freiburg ansetzen, mit Veränderungen vor Ort. Doch beim Thema Armut geht’s immer auch um bundesweit verankerte Strukturen. Das zeigte sich am Samstag im Glashaus im Rieselfeld beim Workshop "Reich macht arm – kommunale Strategien gegen Ausgrenzung". Eingeladen hatten der "Runde Tisch zu den Auswirkungen der Hartz-Gesetze" und die "ChristInnen für den Sozialismus", zum Gedenken an ihren vor knapp eineinhalb Jahren gestorbenen Mitstreiter Martin Klauss.

Samstag, 2. März 2013

Schrottessen für Menschenschrott?

[...] Doch untergegangen ist – soweit ich sehe – das zweite Eingeständnis dieses mildtätig gestimmten Armengedenkers aus dem Bundestag (wir können davon ausgehen, daß es ein unfreiwilliges Eingeständnis ist). Fischers Begründung für seinen Vorstoß in Sachen Nächstenliebe lautet nämlich so: 1,5 Millionen Menschen in der Bundesrepublik seien, so wörtlich, „auf Lebensmittelspenden der Tafeln angewiesen“. Angewiesen? – Jawohl, der Mensch und Menschenfischer Fischer sagt es uns: angewiesen! 1,5 Millionen Menschen in der Bundesrepublik (apropos: nur die???) seien auf Lebensmittelspenden der Tafeln angewiesen. Was heißt das?
Quelle: Der Spiegelfechter http://www.spiegelfechter.com/wordpress/8967/schrottessen-fur-menschenschrott
von den http://www.nachdenkseiten.de/?p=16308
Hier noch ein Link auf das "Kritische Aktionsbündnis 20 Jahre Tafeln", das sich ebenfalls mit dem Thema befasst
http://aktionsbuendnis20.de/

Montag, 27. August 2012

Sozialwohnungen sterben aus

Wer nur über ein geringes Einkommen verfügt, der findet auf den Wohnungsmärkten in den Ballungsgebieten immer schwerer eine Bleibe. In Deutschland fehlen rund 4 Millionen Sozialwohnungen, haben jetzt Sozialexperten in einer Studie des Pestel-Instituts in Hannover ausgerechnet. Derzeit sind bundesweit nur 1,6 Millionen Sozialwohnungen verfügbar. Den aktuellen Bedarf schätzt das Institut aber auf rund 5,6 Millionen Sozialwohnungen. Nur jeder fünfte finanzschwache Haushalt hat damit überhaupt eine Chance, derzeit eine Sozialmietwohnung zu bekommen, hieß es in der am Donnerstag in Berlin vorgestellten Studie. “In den vergangenen zehn Jahren sind im Schnitt 100.000 Sozialwohnungen pro Jahr vom Markt verschwunden”, erklärte der Leiter des Pestel-Instituts, Matthias Günther. Dies sei eine “dramatische Entwicklung”. – Günther fordert den Bau von mindestens 130.000 Sozialwohnungen jährlich. Die Studie war von der “Wohnungsbau-Initiative” in Auftrag gegeben worden, der unter anderem auch der Deutsche Mieterbund und die IG BAU angehören. Die Förderung des Wohnungsbaus ist Angelegenheit der Länder. Es gibt zwar einen Zuschuss vom Bund – dessen Verlängerung über das Jahr 2013 hinaus ist aber nicht garantiert.
Quelle: http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=in&dig=2012%2F08%2F24%2Fa0054&cHash=cfa2a4e83c7dc43fae7ca912be62659e

Sonntag, 8. Juli 2012

Tafel-Kritik: KEIN BÜNDNIS MIT DER ARMUTSINDUSTRIE ! Hartz4-Plattform steigt nach erstem Treffen aus Retorten-Bündnis aus

Im Rahmen einer Initiative des „Tafel-Monitor“, eines vom Land Baden-Württemberg geförderten Forschungsprojekts der Hochschulen Furtwangen, Prof. Dr. Stefan Selke, und Esslingen, Prof. Dr. Katja Maar, hatte Prof. Selke zu einem ersten Treffen für ein „kritisches Aktionsbündnisses 20 Jahre Tafeln“ am 29. Juni nach Berlin eingeladen. Nachdem sich dieses Bündnistreffen – nach Einschätzung der teilnehmenden Hartz4-Plattform-Sprecherin, Brigitte Vallenthin - weniger als ergebnisoffen denn als vorgeplantes „Retorten-Bündnis“ herausstellte und zudem die Frontfrau für den prosperierenden Aufbau der Armuts-Industrie Tafeln Sabine Werth, Berliner Tafel, von den Initiatoren als Protagonistin für das sogenannte kritische Bündnis ausgeguckt war, stieg die Hartz4-Plattform bereits nach der ersten Zusammenkunft aus dem Bündnis aus.
Als Beitrag zu einer erwarteten ergebnisoffenen Diskussion um Eckpunkte und Ziele des Bündnisses, hatte Brigitte Vallenthin einen Katalog für die von der Hartz4-Plattform bereits 2010 geforderte Umwandlung der Tafeln in existenzsichernde Unternehmen für Arbeitslose mitgebracht. Unter dem Motto „Privatisierung der Tafeln in Arbeitslosen-Hand“ wurden darin von den am Tafelsystem Beteiligten die folgenden ersten Schritte zur Entwicklung umsetzbarer Konzepte gefordert:

Sonntag, 24. Juni 2012

Armut – eine Verletzung der Menschenrechte ?

 Rechte: picture alliance / dpa
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Die Tafel ernährt Bedürftige
Vom Scheitern sozialer Systeme
In Suhl findet bis 23.6. das Bundestafeltreffen statt. Die ehrenamtliche Initiative,- mittlerweile gibt es bundesweit mehr als 800 Tafeln für Hilfsbedürftige, sei verfassungsrechtlich bedenklich, weil damit auf eine staatlich hervorgerufene Unterversorgung reagiert werde -, so der Sozialethiker Prof. Franz Segbers von der Uni Marburg. Armut werde zum individuellen Problem gemacht, Lösungen privatisiert. Die Tafeln geraten in die Wohltätigkeitsfalle. Das „Recht auf soziale Sicherheit“ ist ein Menschenrecht, doch wie steht es um die soziale Sicherheit?
Professor Franz Segbers, Sozialethiker an der Universität Marburg im Resonanzengespräch