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Sonntag, 28. Januar 2018

Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit: Programme des Bundes erreichen nur wenige Betroffene



Die von der schwarz-roten Bundesregierung vor rund vier Jahren ins Leben gerufenen Programme gegen Langzeitarbeitslosigkeit haben nach Recherchen des ARD-Magazins „Fakt“ nur wenige Betroffene erreicht. Gründe dafür sind die in den Programmen formulierten Bedingungen, die von einer großen Zahl der potenziellen Zielgruppe nicht erreicht wurden. […]
Mit den beiden Programmen zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit hätten maximal 53.000 Menschen bei der Wiedereingliederung ins Arbeitsleben unterstützt werden können. Ein erstes Programm richtete sich an insgesamt 20.000 mögliche Empfänger, das zweite an 33.000. Nach einer im Juni 2017 vorgelegten Zwischenauswertung der bis 2020 laufenden Programme verlief der Beginn zunächst schleppend. Im zweiten Programm waren bis September 2016 rund 11.000 „Programmeintritte“ zu verzeichnen.


Sonntag, 7. Januar 2018

Kursangebot der Jobcenter Milliardengeschäft auf Kosten von Arbeitslosen und Steuerzahlern



Kursanbieter und Jobcenter-Angestellte haben ein System etabliert, das die Arbeitslosen-Statistiken schönt und der eigenen Karriere dient. Eine Recherche. […]
„Ob so ein Kurs den Arbeitslosen etwas bringt, spielt bei der Vergabe keine Rolle“, sagt Petra Friedrichs, eine ehemalige Jobcenter-Mitarbeiterin, die eigentlich anders heißt. „Nicht die Interessen der Arbeitslosen stehen dabei im Mittelpunkt, sondern die der Mitarbeiter“, sagt sie. Das habe eine einfache Erklärung: Arbeitslose, die in einem Kurs stecken, werden in der Arbeitslosenstatistik nicht mitgezählt. Und an der Statistik hängt neben den Erfolgsmeldungen der BA die berufliche Zukunft der Jobcenter-Mitarbeiter auf unterster Ebene – sowie Boni-Zahlungen an ihre Vorgesetzten.
 
 
Gefunden bei den http://www.nachdenkseiten.de/?p=41769#h04

Sonntag, 13. August 2017

Langzeitarbeitslose – gefangen auf der Schulbank



Seminare und Trainings für Menschen ohne Job sind seit vielen Jahren ein wichtiger Geschäftsbereich in der Bildungsindustrie. Obwohl die Zahl der Arbeitslosen gesunken ist, so viele wie noch nie seit der Wiedervereinigung einen Job haben und teilweise Fachkräftemangel herrscht, gibt es immer noch etwa 900 000 Langzeitarbeitslose, die seit mindestens einem Jahr ohne Job sind. Hinzu kommen Hunderttausende, die ebenfalls seit Jahren auf Arbeitssuche sind, aber in der Statistik gerade nicht mitgezählt werden, zum Beispiel, weil sie gerade einen Förderkurs belegen.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/jobsuche-langzeitarbeitslose-gefangen-auf-der-schulbank-1.3607230

Dienstag, 20. Dezember 2016

Mangelhafte Jobcenter

Untersuchung deckt große Missstände auf
Fehlende berufliche Abschlüsse sind das größte Hindernis für Arbeitslose auf der Suche nach einem Job. Fast drei Fünftel aller Hartz-IV-Empfänger verfügen nicht über eine abgeschlossene Berufsausbildung. Insofern ist es folgerichtig, dass die Jobcenter besondere Qualifizierungsanstrengungen unternehmen.
563 Millionen Euro hat die Bundesagentur für Arbeit im vergangenen Jahr für Weiterbildungsmaßnahmen ausgegeben. Weniger folgerichtig erscheint es, dass die Arbeitsverwaltung erfolgreich absolvierte Qualifizierungen in vielen Fällen nicht aktenkundig macht. Dies stellt der Bundesrechnungshof in einem 28-seitigen Bericht an das Bundesarbeitsministerium fest. (…)

Quelle:http://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/mangelhafte-jobcenter-untersuchung-deckt-grosse-missstaende-auf--25332612

Gefunden bei den http://www.nachdenkseiten.de/?p=36340#h12

Freitag, 18. November 2016

Bundesrechnungshof kritisiert Jobcenter

Die Vermittlungsarbeit der Jobcenter ist nach Ansicht der Prüfer zum Teil ineffizient. Viele Förderprogramme seien nur zufällig erfolgreich. 
Der Bundesrechnungshof hat die Vermittlungsarbeit in den Jobcentern gerügt und mehr Effizienz gefordert. Die Betreuung von Hartz-IV-Empfängern, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie etwa Ein-Euro-Jobs oder Weiterbildungsprogrammen teilnehmen, sei deutlich verbesserungsbedürftig, heißt es in einem Prüfbericht, aus dem die Süddeutsche Zeitung zitiert



Beim Sozialticker mit vielen Beispielen für die erwähnten Maßnahmen. Für Betroffene Schnee von gestern. Das ist seit der Einführung von Hartz IV bekannt und wird zu Recht kritisiert!

Dienstag, 13. September 2016

Hartz IV: Leben mit Schikanen



Bewerbungstrainings, Computerkurse, Eignungsfeststellungen: Jobcenter verpflichten arbeitslose Hartz-IV-Empfänger zu zahlreichen Maßnahmen – auch wenn diese im Einzelfall nicht immer sinnvoll sind. Für die Betroffenen hat das oft schwerwiegende Folgen. (…) Im winzigen Bürozimmer zeigt Angelika Matzen die penibel beschrifteten Aktenordner in den Regalen, 600 Bewerbungen hat sie in den letzten fünf Jahren verschickt. „Das sind dann die Sachen, die man vom Jobcenter bekommt. Da muss ich mich drauf bewerben. Und mittlerweile sind es schon fünf, sechs Ordner voll!“ Natürlich sind die massenhaften Absagen frustrierend, erzählt Angelika Matzen. Und oft genug schreibt sie Bewerbungen, bei denen sie vorher schon weiß, dass sie keine Chance auf den ausgeschriebenen Job hat. Aber es gilt die Regel: auf alle vom Sachbearbeiter vorgeschlagenen Stellen muss sie sich bewerben. Sonst drohen Sanktionen, sprich: die Kürzung der monatlichen Bezüge.


Montag, 13. April 2015

Aus dem Job einer Bewerbungstrainerin und Dozentin …

… an Bildungsinstituten, die Maßnahmen im Auftrag der Jobcenter und Arbeitsagenturen durchführen, erzählt das Buch:
Im Dschungel der Maßnahmen
Hier werden anhand zahlreicher Praxisbeispiele aus den Feststellungsmaßnahmen und Bewerbungstrainings verschiedener Bildungsträger die Menschenrechtsverletzungen und Missstände dokumentiert, die in den so genannten Maßnahmen für Arbeit suchende Menschen konkret häufig vorkommen und typisch sind; und welche dahinterstehenden Mechanismen des Verwaltungsapparates, der Politik und Wirtschaft sowie menschliches Versagen zwangsläufig dazu führen.

Quelle und ganzer Artikel http://www.sozialticker.com/aus-dem-job-einer-bewerbungstrainerin-und-dozentin_20150412.html

Das Buch ist erhältlich beim EWK-Verlag
http://www.ewk-verlag.de/ReLaunchAY/AYSachWirt.html#Anker74019

Dienstag, 25. Februar 2014

Die Jobcenter richten großen Schaden an


Dirk Kratz hat untersucht, was Langzeitarbeitslosen wirklich hilft. Er sagt: Die Betreuung läuft grundlegend falsch. Arbeitslose werden behandelt wie kleine Schulkinder.

Sonntag, 2. Februar 2014

Die Weiterbildungsindustrie – Geschäfte mit dubiosen Maßnahmen

Weiterbildung gilt als Waffe gegen Arbeitslosigkeit. Jahr für Jahr verschlingen diverse Bildungs- und Umschulungsprogramme Milliarden an Steuergeldern. Doch nur etwa jeder fünfte Erwerbslose findet anschließend tatsächlich einen neuen Job. Nicht selten reiht sich Lehrgang an Lehrgang wie bei Heinz G. Der gelernte Maschinenbautechniker wurde vom Jobcenter zu Dutzenden Maßnahmen verdonnert und ist trotzdem seit 20 Jahren ohne Arbeit.